De Birnbaum

Gartenbirne und Mistel

Pyrus communis (Brine) und Viscum album (Mistel)

„... Seine Wurzeln, die Blätter und sein Saft [des Birnbaums]sind für Heilmittel nicht brauchbar ..., aber seine Mistel taugt einigermaßen für die Medizin.“

 

Die Mistel wird von Hildegard nicht als eigenständige Pflanze beschrieben und möglicherweise gar nicht als solche erkannt, sondern als Teil des Birnbaums. Bemerkenswert ist dies hinsichtlich der Tatsache, dass Misteln nur sehr selten auf Birnbäumen wachsen, viel häufiger hingegen auf Apfelbäumen, von wo sie jedoch nicht erwähnt werden.
Ihrer eigenartigen Lebensweise als Halbparasit auf den Ästen von Bäumen verdankt die Mistel ihre herausragende mythologische Bedeutung. Früher glaubten die Menschen sogar, der immergrüne Strauch falle vom Himmel.
Auch als Heilpflanze ist die Mistel nach wie vor sehr gefragt, in ihrer Wirkung jedoch umstritten.
Da die Misteln in ihrer ‘Kindheit’ zwischen Keimung und Befall des Wirtsbaumes sehr austrocknungsgefährdet sind, kann man sie vor allem in luftfeuchten Lagen auf den Bäumen sehen.